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Messstellen im Fokus

Geblitzt auf der B 168 Höhe Abzweig Ortsumgehungsstraße Cottbus

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Geblitzt auf der B 168 Höhe Abzweig Ortsumgehungsstraße Cottbus

Sie sind auf der B 168 in Höhe des Abzweigs Ortsumgehungsstraße Cottbus in eine Geschwindigkeitsmessung geraten und haben Post erhalten. Ob ein Anhörungsbogen oder bereits ein Bußgeldbescheid vorliegt, entscheidet darüber, was jetzt sinnvoll ist – und wie viel Zeit bleibt.

Wichtig ist zunächst nur: Prüfen Sie, welches Schreiben Sie in der Hand halten, und notieren Sie das Zustelldatum. Gegen einen Bußgeldbescheid können Sie innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung Einspruch einlegen; eine Begründung muss dabei noch nicht mitgeliefert werden. Anschließend lässt sich über einen Anwalt Akteneinsicht nehmen und der Vorwurf inhaltlich prüfen.

Die Messstelle im Überblick

Straße B 168 (Bundesstraße)
Ort / Abschnitt Höhe Abzweig Ortsumgehungsstraße Cottbus
Bundesland Brandenburg

Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid – der Unterschied zählt

Ein Anhörungsbogen ist noch keine Entscheidung gegen Sie, sondern die Gelegenheit, sich zum Vorwurf zu äußern. Verpflichtend sind allein Ihre Angaben zur Person, also Name, Anschrift und Geburtsdatum. Zur Sache selbst müssen Sie nichts sagen. Wer schweigt, gilt deshalb nicht als überführt – das Schweigen darf nicht zu Ihrem Nachteil verwertet werden.

Häufig geht solche Post an die Halterin oder den Halter des Fahrzeugs, auch wenn jemand anderes gefahren ist. Vorschnelle Angaben zur Fahrereigenschaft oder eine gut gemeinte Erklärung im Freitextfeld können die Beweislage verschlechtern, bevor überhaupt geklärt ist, was in der Akte steht. Erst der Bußgeldbescheid ist die formelle Entscheidung, gegen die die Zwei-Wochen-Frist läuft. Wird sie versäumt, wird der Bescheid rechtskräftig – deshalb sollte das Datum der Zustellung sofort festgehalten werden.

Falls zu dem Vorwurf ein Messfoto existiert, kann über die Akteneinsicht geklärt werden, ob die abgebildete Person überhaupt eindeutig Ihnen zuzuordnen ist.

Innerorts oder außerorts – und was die Toleranz bewirkt

Bei einer Bundesstraße wie der B 168 richtet sich die Einordnung als innerorts oder außerorts nach der Beschilderung, also nach der Ortstafel. Diese Einordnung ist kein Detail: Bei gleicher Überschreitung sind die Regelsätze innerorts höher als außerorts. Ebenso maßgeblich ist, welches Tempolimit an der konkreten Stelle durch Verkehrszeichen angeordnet war und ob diese Beschilderung für Vorbeifahrende klar und rechtzeitig erkennbar aufgestellt war.

Von der gemessenen Geschwindigkeit wird außerdem eine Messtoleranz abgezogen. Erst der Wert nach diesem Abzug ist für die Bewertung des Vorwurfs entscheidend. Gerade in Grenzbereichen kann das den Unterschied zwischen zwei Sanktionsstufen ausmachen, weshalb sich ein Blick in die Unterlagen lohnt.

Über einen Anwalt lassen sich in der Akte unter anderem die Messung selbst, die Eichung, die Beschilderung und die Zuordnung zum Fahrer überprüfen. Erst danach ist beurteilbar, ob der Vorwurf in der Höhe trägt.

Punkte, Fahrverbot und Probezeit

Punkte im Fahreignungsregister kommen ab einer Überschreitung von 21 km/h in Betracht – ein Punkt, und zwei Punkte, wenn für den Verstoß ein Regelfahrverbot vorgesehen ist. Steht ein Fahrverbot im Raum und gab es in den zwei Jahren vor der Tat kein rechtskräftiges Fahrverbot, darf der Beginn innerhalb von vier Monaten nach Rechtskraft selbst gewählt werden. In Ausnahmefällen kann von einem Fahrverbot abgesehen werden; dann wird die Geldbuße erhöht. Ob das überhaupt in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall ab, etwa wenn der Arbeitsplatz konkret gefährdet ist.

Befinden Sie sich in der Probezeit, gilt ein Geschwindigkeitsverstoß ab 21 km/h als schwerwiegende Zuwiderhandlung. Wird die Bußgeldentscheidung rechtskräftig, ordnet die Fahrerlaubnisbehörde ein Aufbauseminar an, und die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre.

Falls Sie weiter von Cottbus entfernt wohnen: Ein Bußgeldverfahren lässt sich vollständig aus der Ferne führen, Korrespondenz und Akteneinsicht laufen schriftlich. Bestehen eine Verkehrsrechtsschutzversicherung, übernimmt sie die Kosten häufig – eine Deckungsanfrage vorab schafft Klarheit.

Welche Folgen drohen?

Welches Tempolimit bei Ihrer Messung galt, steht im Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid. Die Übersicht zeigt die Regelfolgen nach dem Bußgeldkatalog für Pkw, gestaffelt nach der Überschreitung nach Abzug der Messtoleranz.

Ob innerorts oder außerorts gilt, ergibt sich aus der Beschilderung am Messort.

Überschreitung innerorts außerorts
bis 10 km/h 30 €
0 Punkte
20 €
0 Punkte
11–15 km/h 50 €
0 Punkte
40 €
0 Punkte
16–20 km/h 70 €
0 Punkte
60 €
0 Punkte
21–25 km/h 115 €
1 Punkt
100 €
1 Punkt
26–30 km/h 180 €
1 Punkt
150 €
1 Punkt
31–40 km/h 260 €
2 Punkte
Fahrverbot 1 Monat
200 €
1 Punkt
41–50 km/h 400 €
2 Punkte
Fahrverbot 1 Monat
320 €
2 Punkte
Fahrverbot 1 Monat
51–60 km/h 560 €
2 Punkte
Fahrverbot 2 Monate
480 €
2 Punkte
Fahrverbot 1 Monat
61–70 km/h 700 €
2 Punkte
Fahrverbot 3 Monate
600 €
2 Punkte
Fahrverbot 2 Monate
über 70 km/h 800 €
2 Punkte
Fahrverbot 3 Monate
700 €
2 Punkte
Fahrverbot 3 Monate

Regelsätze nach Bußgeldkatalog-Verordnung (Anhang, Tabelle 1 Buchstabe c), Punkte nach Anlage 13 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Voreintragungen, wiederholte Verstöße und Gefährdung können zu höheren Folgen führen; Gebühren und Auslagen der Behörde kommen hinzu.

Häufige Fragen zu dieser Messstelle

Ich habe einen Anhörungsbogen zur B 168 bei Cottbus bekommen – muss ich ihn ausfüllen?

Zur Person müssen Sie Angaben machen, zur Sache nicht. Wenn Sie zum Vorwurf schweigen, darf das nicht als Eingeständnis oder zu Ihrem Nachteil gewertet werden.

Wie lange habe ich Zeit, gegen den Bußgeldbescheid vorzugehen?

Der Einspruch ist binnen zwei Wochen ab Zustellung möglich. Er muss zunächst nicht begründet werden, sodass die Prüfung der Akte danach erfolgen kann.

Spielt es eine Rolle, ob die Stelle innerorts oder außerorts liegt?

Ja. Die Einordnung richtet sich bei einer Bundesstraße nach der Ortstafel, und innerorts sind die Regelsätze bei gleicher Überschreitung höher als außerorts.

Weitere Messstellen: Cottbus

Dr. Maik Bunzel
Rechtsanwalt · Fachanwalt für Verkehrsrecht · Fachanwalt für Strafrecht
BUNZEL Rechtsanwälte Strafverteidiger, Cottbus · Berlin · Kiel


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Was steht in Ihrem Schreiben?

Sie sind unsicher? Steht im Schreiben „Verwarnung“ und ein Betrag bis 55 Euro, ist es in der Regel ein Verwarnungsgeld ohne Punkte. Ob bei einem Bußgeldbescheid oder Anhörungsbogen Punkte drohen, hängt vom vorgeworfenen Verstoß ab. Wenn das unklar ist, bleiben Sie bei „Ich weiß es nicht“.

Einspruch ist grundsätzlich binnen zwei Wochen nach Zustellung möglich. Dieses Formular legt noch keinen Einspruch ein und wahrt keine Frist. Bei kurzer Restfrist rufen Sie uns bitte direkt an.

Sind Sie rechtsschutzversichert?

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Gut zu wissen: In einzelnen Tarifen ist auch ein rückwirkender Rechtsschutz für ein bereits laufendes Bußgeldverfahren möglich. Ob ein solcher Tarif für Ihren Fall infrage kommt und welche Bedingungen gelten, klären wir im kostenlosen Erstgespräch.

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Bei einem Verwarnungsgeld raten wir in der Regel zum Bezahlen. Es gibt keine Punkte und kein Fahrverbot. Mit der fristgerechten, vollständigen Zahlung ist die Verwarnung grundsätzlich erledigt. Ein anwaltliches Verfahren würde meist mehr kosten als das Verwarnungsgeld. Wenn Sie trotzdem Zweifel am Vorwurf haben, können Sie die Anfrage senden.

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