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Messstellen im Fokus

Geblitzt auf der A 3 bei Metten, Fahrtrichtung Passau

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Geblitzt auf der A 3 bei Metten, Fahrtrichtung Passau

Sie sind auf der A 3 in Fahrtrichtung Passau im Bereich Metten in eine Geschwindigkeitskontrolle geraten und haben Post erhalten? Dann geht es jetzt zunächst um zwei Fragen: Welches Schreiben liegt Ihnen vor – ein Anhörungsbogen oder bereits ein Bußgeldbescheid – und welche Frist läuft dadurch.

Ein Anhörungsbogen ist noch keine Entscheidung gegen Sie. Angaben zu Ihrer Person müssen Sie machen, zur Sache selbst müssen Sie nichts sagen; Schweigen darf nicht gegen Sie verwendet werden und gilt nicht als Eingeständnis. Gegen einen Bußgeldbescheid können Sie innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung Einspruch einlegen, und zwar zunächst ohne jede Begründung. Anschließend lässt sich über einen Anwalt Akteneinsicht nehmen und in Ruhe prüfen, ob der Vorwurf in dieser Höhe Bestand hat.

Die Messstelle im Überblick

Straße A 3 (Autobahn)
Ort / Abschnitt Metten
Fahrtrichtung Passau
Bundesland Bayern

Die genaue Lage der Messanlage ist uns für diesen Abschnitt nicht bekannt. Maßgeblich sind Messort, Messgerät und Tempolimit, die im Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid stehen.

Autobahn heißt außerorts – aber das Tempolimit ergibt sich aus der Beschilderung

Für die Bewertung einer Geschwindigkeitsüberschreitung unterscheidet der Bußgeldkatalog zwischen innerorts und außerorts. Autobahnen zählen dabei stets zum außerörtlichen Bereich, also auch die A 3 in Fahrtrichtung Passau. Das ist für Sie günstig, denn bei gleicher Überschreitung liegen die Regelsätze außerorts niedriger als innerorts.

Welche Geschwindigkeit an einer konkreten Stelle zulässig ist, richtet sich auf Autobahnen nach der Beschilderung. Limits können dauerhaft oder auch nur zeitweise angeordnet sein, und sie können in Abschnitten gestaffelt sein. Für ein Bußgeldverfahren ist deshalb entscheidend, welche Begrenzung im Moment der Messung tatsächlich gegolten hat und ob sie für Sie erkennbar ausgeschildert war. Genau das lässt sich anhand der Akte nachvollziehen: Zu prüfen sind unter anderem die Dokumentation der Beschilderung, die Messung selbst, die Eichung des eingesetzten Geräts und die Frage, ob Sie als Fahrer zweifelsfrei zugeordnet werden können. Falls ein Messfoto vorliegt, gehört auch dessen Auswertung dazu.

Beachten Sie außerdem: Von der gemessenen Geschwindigkeit wird eine Toleranz abgezogen. Maßgeblich ist erst der Wert nach diesem Abzug – und manchmal entscheidet er darüber, ob Sie in eine mildere Stufe des Bußgeldkatalogs fallen.

Punkte, Fahrverbot und was sich beeinflussen lässt

Punkte im Fahreignungsregister kommen ab einer Überschreitung von 21 km/h in Betracht. Es ist ein Punkt, bei einem vorgesehenen Regelfahrverbot sind es zwei. Ein Fahrverbot ist damit der Einschnitt, der in der Praxis am meisten wiegt – oft mehr als die Geldbuße.

Hier gibt es zwei Ansatzpunkte. Zum einen die Vier-Monats-Regel: Wenn in den zwei Jahren vor der Tat kein rechtskräftiges Fahrverbot gegen Sie bestand, dürfen Sie den Beginn innerhalb von vier Monaten nach Rechtskraft selbst bestimmen. Urlaub oder eine ruhigere Arbeitsphase lassen sich so einplanen. Zum anderen kann in Ausnahmefällen ganz von einem Fahrverbot abgesehen werden; dann wird die Geldbuße erhöht. Ob das überhaupt in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall ab – etwa wenn der Arbeitsplatz konkret in Gefahr gerät. Das muss vorgetragen und belegt werden, von allein wird es nicht berücksichtigt.

Steht Ihre Fahrerlaubnis noch in der Probezeit, gilt Zusätzliches: Ein Geschwindigkeitsverstoß ab 21 km/h ist eine schwerwiegende Zuwiderhandlung. Wird die Bußgeldentscheidung rechtskräftig, ordnet die Fahrerlaubnisbehörde ein Aufbauseminar an, und die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre. Vor der Rechtskraft treten diese Folgen nicht ein – deshalb lohnt sich gerade in der Probezeit eine genaue Prüfung des Vorwurfs.

Ortsferne ist kein Hindernis

Ein Bußgeldverfahren wegen einer Messung auf der A 3 in Richtung Passau lässt sich vollständig schriftlich und aus der Entfernung führen. Falls Sie weit entfernt wohnen, müssen Sie für Einspruch, Akteneinsicht und Korrespondenz also nicht anreisen. Sinnvoll ist, das Schreiben zusammen mit dem Zustellungsdatum weiterzugeben, damit die Zwei-Wochen-Frist sicher gewahrt bleibt.

Sortieren Sie zunächst: Welches Datum trägt das Schreiben, wann wurde es zugestellt, wird Ihnen ein bestimmter Wert vorgeworfen, und sind Sie überhaupt die Person am Steuer gewesen? Unbedachte Angaben zur Sache lassen sich später schwer korrigieren – schweigen dürfen Sie, ohne dass Ihnen das schadet.

Wenn Sie eine Verkehrsrechtsschutzversicherung haben, werden die Kosten der Verteidigung häufig übernommen. Eine kurze Deckungsanfrage vor dem weiteren Vorgehen schafft Klarheit.

Welche Folgen drohen?

Welches Tempolimit bei Ihrer Messung galt, steht im Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid. Die Übersicht zeigt die Regelfolgen nach dem Bußgeldkatalog für Pkw, gestaffelt nach der Überschreitung nach Abzug der Messtoleranz.

Überschreitung außerorts
bis 10 km/h 20 €
0 Punkte
11–15 km/h 40 €
0 Punkte
16–20 km/h 60 €
0 Punkte
21–25 km/h 100 €
1 Punkt
26–30 km/h 150 €
1 Punkt
31–40 km/h 200 €
1 Punkt
41–50 km/h 320 €
2 Punkte
Fahrverbot 1 Monat
51–60 km/h 480 €
2 Punkte
Fahrverbot 1 Monat
61–70 km/h 600 €
2 Punkte
Fahrverbot 2 Monate
über 70 km/h 700 €
2 Punkte
Fahrverbot 3 Monate

Regelsätze nach Bußgeldkatalog-Verordnung (Anhang, Tabelle 1 Buchstabe c), Punkte nach Anlage 13 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Voreintragungen, wiederholte Verstöße und Gefährdung können zu höheren Folgen führen; Gebühren und Auslagen der Behörde kommen hinzu.

Häufige Fragen zu dieser Messstelle

Ich habe nur einen Anhörungsbogen zur A 3 Richtung Passau erhalten – muss ich ihn ausfüllen?

Angaben zu Ihrer Person sind verpflichtend, Angaben zur Sache nicht. Wenn Sie zum Vorwurf schweigen, darf das nicht zu Ihrem Nachteil gewertet werden und gilt nicht als Beweis gegen Sie.

Wird die Messung auf der Autobahn als innerorts oder außerorts bewertet?

Autobahnen gelten im Bußgeldkatalog immer als außerorts. Bei gleicher Überschreitung fallen die Regelsätze dort niedriger aus als innerorts.

Wie lange habe ich Zeit, gegen den Bußgeldbescheid vorzugehen?

Zwei Wochen ab Zustellung. Der Einspruch muss nicht begründet werden; die inhaltliche Auseinandersetzung kann nach der Akteneinsicht folgen.

Weitere Messstellen auf der A 3 in Bayern

Dr. Maik Bunzel
Rechtsanwalt · Fachanwalt für Verkehrsrecht · Fachanwalt für Strafrecht
BUNZEL Rechtsanwälte Strafverteidiger, Cottbus · Berlin · Kiel


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Was steht in Ihrem Schreiben?

Sie sind unsicher? Steht im Schreiben „Verwarnung“ und ein Betrag bis 55 Euro, ist es in der Regel ein Verwarnungsgeld ohne Punkte. Ob bei einem Bußgeldbescheid oder Anhörungsbogen Punkte drohen, hängt vom vorgeworfenen Verstoß ab. Wenn das unklar ist, bleiben Sie bei „Ich weiß es nicht“.

Einspruch ist grundsätzlich binnen zwei Wochen nach Zustellung möglich. Dieses Formular legt noch keinen Einspruch ein und wahrt keine Frist. Bei kurzer Restfrist rufen Sie uns bitte direkt an.

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Gut zu wissen: In einzelnen Tarifen ist auch ein rückwirkender Rechtsschutz für ein bereits laufendes Bußgeldverfahren möglich. Ob ein solcher Tarif für Ihren Fall infrage kommt und welche Bedingungen gelten, klären wir im kostenlosen Erstgespräch.

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Bei einem Verwarnungsgeld raten wir in der Regel zum Bezahlen. Es gibt keine Punkte und kein Fahrverbot. Mit der fristgerechten, vollständigen Zahlung ist die Verwarnung grundsätzlich erledigt. Ein anwaltliches Verfahren würde meist mehr kosten als das Verwarnungsgeld. Wenn Sie trotzdem Zweifel am Vorwurf haben, können Sie die Anfrage senden.

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